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Bericht vom Symposium "Bauen2.0"

(19.12.2010) Über 100 Architekten, TGA-Fachplaner und Experten von Gemeinden oder Institutionen haben das diesjährige Symposium „Bauen 2.0 - Interaktivität im Planungsprozess“ in Hannover besucht. Die Veranstaltung war ein Höhepunkt in der Reihe der regelmäßig stattfindenden Stiebel Eltron-Dialoge zur Evolution des Bauens und der Architektur.


„Das Kürzel 2.0 ist zum Synonym für die Interaktivität verschiedener an einem Prozess Beteiligter geworden. Ein solches Zusammenwirken und gegenseitiges Beeinflussen hält auch im Planungsprozess von Bauobjekten Einzug“, erinnerte Stiebel Eltron-Geschäftsführer Karlheinz Reitze und führte aus: „Viel früher als bisher spielt die Haustechnik eine entscheidende Rolle im Entwurfsprozess, müssen spätere Nutzung, architektonischer Anspruch, Baumaterialien und -techniken mit der technischen Gebäudeausrüstung verknüpft werden.“ Eine ganzheitliche Planung sei deshalb unerlässlich. Über die aktuellen Möglichkeiten der Umsetzung, aber auch über die Schnittstellen, die bei einer derartigen Planung auftauchen, diskutierten die Teilnehmer des Symposiums in Hannover.

Bernd Blaufelder, Geschäftsführer des Bundes Deutscher Architekten (BDA), führte als Moderator durch den Tag und stimmte die Zuhörer mit eine kurzen Einführung auf das Thema ein. Prof.-Dr.-Ing. Gerhard Hausladen von der TU München machte in seinem ebenso inhaltsreichen wie amüsanten Vortrag deutlich, dass gute Architektur ohne frühzeitige Berücksichtigung eines umfassenden Energiekonzeptes heute kaum noch möglich ist. Professor Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude und Solartechnik der TU Braunschweig, stimmte zu - und lieferte mit seinem eigenen Neubau eine gelungene Umsetzung der Forderungen gleich mit. "Es wird Zeit, dass wir unseren Kollegen, aber auch der Gesellschaft zeigen: Diese Lösungen sind heute absolut möglich. Gebaute Beispiele müssen her, um das Bewusstsein für diese Art des Bauens und Wohnens zu wecken."


v.l.n.r.: Stiebel Eltron-Geschäftsführer Karlheinz Reitze mit den Professoren Gerhard Hausladen, Manfred Hegger und Norbert Fisch. (Bild vergrößern)

Frank Röder, Leiter der Planungsabteilung von Stiebel Eltron, stellte das Projekt "Quartis les Halles" in Düsseldorf vor - hier entsteht ein neues Stadtviertel, das nicht nur architektonisch, sondern eben auch energetisch höchsten Standard dokumentiert. Anhand der hier genutzten Wärmepumpen-Kaskade informierte Röder über die Möglichkeiten moderner Großwärmepumpen.

Der Präsident der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, Professor Manfred Hegger von der TU Darmstadt, stellte insbesondere die unter seiner Leitung entstandenen Bauten für den Solar-Decathlon-Wettbewerb des US-Energieministeriums vor. Sowohl 2007 als auch 2009 konnte das deutsche Team den Sieg bei diesem renommierten Vergleich verbuchen (siehe dazu Beiträge zum Solar-Decathlon 2007 und 2009). Eine Weiterentwicklung des ersten Siegerhauses hatte das Bundesbauministerium in den vergangenen Jahren auf Deutschland-Tournee geschickt. Dieses "Plus-Energie-Haus" war schließlich auch Ziel der abschließenden Exkursion.


In diesem Haus der Zukunft übernimmt ein Stiebel Eltron-Lüftungs-Integralgerät mit Wärmepumpe die Be- und Entlüftung, die Beheizung und Kühlung des Gebäudes sowie die Warmwasserbereitung. Nach den Ausführungen des geistigen Vaters dieses Objekts, Manfred Hegger, zeigten sich die Besucher begeistert: "Eine tolle Veranstaltung mit einem großartigen und beeindruckenden Abschluss."

Informationen zu weiteren Stiebel Eltron-Dialogen können per E-Mail an Stiebel Eltron angefordert werden.

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