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Bodentiefe Fensteranschlüsse gewerkeübergreifend gedacht und fachgerecht flüssig abgedichtet

(26.6.2020) Wenn Fensteranschlüsse zwischen Gewerken und Verantwortlichkeiten zerrieben werden, leidet ganz schnell die Bausubstanz  aufgrund von Durchfeuchtung und Schimmelbildung - das gilt insbesondere bei bodentiefen Fenstern, die als schwellenlose Zugänge zu Balkonen, Loggien oder Terrassen  dienen. Hier empfehlen sich Abdichtungssysteme, welche die Integration einer Entwässerung erlauben. Bei der Wahl des Materials ist somit zu beachten, dass die Haftung auf und Verträglichkeit mit Untergründen verschiedener Beschaffenheit sichergestellt ist. Bereits bei der Planung ist deswegen gewerkeübergreifend zu denken, um die Voraussetzungen für die sachgerechte Verarbeitbarkeit der Abdichtung zu schaffen. Triflex, Spezialist für Flüssigabdichtungen, arbeitet in diesem Kontext mit ACO (Entwässerung), Schöck (Wärmedämmung per Isokorb) und Profine (Fensterprofile) zusammen:

Fenster sind ganz unterschiedlichen Belastungen von außen wie von innen ausgesetzt. Dazu zählen unter anderem Regen, Sonneneinstrahlung oder Temperaturunterschiede und -schwankungen. So wundert es nicht, das rund 34% aller Schäden im Hochbau an Fenstern und Balkonen bzw. Loggien auftreten. Ursache ist oftmals eine unzureichende oder defekte Abdichtung.

Fenster als Zugang zu Balkon oder Loggia? Hier gelten andere Normen. Diese spezifischen Anforderungen sind in verschiedenen Regelwerken und Normen formuliert. Zunächst hat in diesem Bereich die Flachdachrichtlinie Gültigkeit. Hinzu kommt seit Juli 2017 die DIN 18531 „Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen“. Sie stellt heraus, dass Dichtigkeit und Dauerhaftigkeit der abgedichteten Fläche wesentlich von der Funktionsfähigkeit der Details abhängig ist. Diese muss deswegen nach DIN 18531-1 mindestens derselben Anwendungsklasse wie der Dachfläche entsprechen.

Die Anschlusshöhe der Abdichtung muss im Türbereich nach DIN 18531-5, 6.4.6. (Türanschlüsse), mindestens 15 cm über der Oberfläche des Belags liegen. Wird diese unterschritten, kann dort beispielsweise eine wannenbildende Entwässerungsrinne mit Anschluss an die Entwässerung eingebaut werden - mit dem Ziel, einen zu jederzeit einwandfreie funktionierenden Wasserablauf im Türbereich gewährleisten zu können. Wichtig dabei zu wissen: Beim Übergang zu Terrassen gelten die Anforderungen an Abdichtungen in erdberührten Bauteilen, wie sie in der DIN 18533 festgehalten werden.

Flüssig abdichten mit zuverlässiger Haftung


  

Im Allgemeinen stehen für die Abdichtung von Anschlüssen und Details bei bodentiefen Fenstern zwei Produktkategorien zur Auswahl: Abdichtungsfolien und Flüssigkunststoff.

Triflex ist Spezialist für PMMA-Flüssigabdichtungen und bietet mit ProDetail ein flüssig zu verarbeitendes Harz an, welches auf nahezu allen Untergründen eingesetzt werden kann und eine vollflächige Haftung mit dem Untergrund eingeht. Zudem wird ein Vlies in zwei Schichten des flüssigen Harzes eingebettet. Insgesamt bleibt die Abdichtung auf diese Weise flexibel und kann statische, mechanische und dynamisch rissüberbrückende Eigenschaften aufweisen. Darüber hinaus kann - wie in DIN 18531-3, 7.3.3., festgelegt - bei einem flüssig zu verarbeitenden Stoff aufgrund der hohen Haftungseigenschaften auf eine mechanische Befestigung verzichtet werden. Außerdem hilft es dem Handwerker vor Ort, dass der Flüssigkunststoff schnell reaktiv ist und nur kurze Zeit zum Aushärten braucht.

Die Hürden beim schwellenlosen Anschluss

Die DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“ ist gültig für den Neubau und dient auch als Richtwerk für Umbauten und Modernisierungen. Sie legt fest, dass Balkone und Loggien schwellenlos erreichbar sein müssen. Der Abschnitt 4.3.3 besagt, dass untere Türanschläge und Schwellen nur zulässig sind, sofern sie sich aus bautechnischen Gründen nicht vermeiden lassen. Doch selbst dann ist eine maximale Höhe von lediglich 2 cm erlaubt. Das macht schwellenlose Fensteranschlüsse zu abdichtungstechnischen Sonderkonstruktionen, die auf den Einzelfall abzustimmen und individuell zu planen sind.

Dabei ist die DIN 18531, Teil 5, zu beachten. Dort heißt es: „Für diese niveaugleichen Übergänge muss berücksichtigt werden, dass die Abdichtungsschicht allein die Funktion der Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen kann.“ In diesem Fall sind zusätzliche Maßnahmen zu treffen, die das Eindringen von Wasser und das Hinterlaufen der Abdichtungsschicht verhindern. Die Flachdachrichtlinie definiert als solche ...

  • den Einbau einer Entwässerungsrinne,
  • das Einrichten eines Gefälles weg von der Tür
  • und ggf. eine Überdachung.

Des Weiteren muss der Anschluss der Abdichtung an das untere und seitliche Fenster möglich sein. Um all das zu realisieren, müssen mehrere Gewerke zurate gezogen werden.

Gewerkeübergreifend planen

Die Konzeption eines schwellenlosen Fensteranschlusses muss also ganzheitlich erfolgen und neben der Abdichtung zum Feuchteschutz auch die Anforderungen der Bauphysik, Wärmedämmung und Entwässerung berücksichtigen. Um einen reibungslosen Ablauf bei der Montage der Abdichtungslösung sicherzustellen, sind bereits im Zuge der Planung die beteiligten Gewerke - Fensterbauer, Dachdecker und Maler - zu koordinieren. Schnittstellenlösungen erleichtern diesen Prozess.

Eine solche Schnittstellenlösung für den Anschluss von bodentiefen Fenstern hat Triflex in Kooperation mit ACO, Schöck und Profine erarbeitet. Die vier Unternehmen haben ihre Expertise zusammengetragen und eine gemeinsame Bauteillösung entwickelt, um unter Berücksichtigung aller Anforderungen und Normen eine barrierefreie Schwelle umzusetzen. Diese wurde nach internen Prüfungen dem ift Rosenheim zur Prüfung gemäß ift-Richtlinie MO-01/1 „ Baukörperanschluss von Fenstern“ vorgelegt.

Die Vorzüge einer Schnittstellenlösung wie dieser liegen auf der Hand: Planer und Monteure können sich auf perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten verlassen, deren Kompatibilität bereits mehreren Prüfungen unterzogen wurde und erwiesen ist. Durch den technischen Austausch von Experten auf ihrem Gebiet und das Bedenken aller Details genießen Planer letztlich volle Planungssicherheit und Verarbeiter große Ausführungssicherheit.

Weitere Informationen zum Anschluss bodentiefer Fenster und barrierefreier Übergänge können per E-Mail an Triflex angefordert werden.

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