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io-homecontrol: 4 Firmen präsentieren Funkstandard für Haustechnik

(9.10.2006, BAU-VORbericht; upgedatet am 25.2.2011) Mit io-homecontrol wollen Honeywell, Hörmann, Somfy und Velux auf der BAU 2007 erstmals ihren gemeinsamen, universellen Funkstandard für Haustechnik präsentieren. Die io-homecontrol-Technologie verspricht das naht- und drahtlose Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Produkten der Hersteller, die sich in der gleichnamigen Initiative zusammengeschlossen haben. Alle Produkte, die mit io-homecontrol ausgestattet sind, lassen sich mit einer einzigen Fernsteuerung bedienen. Ein direkter Sichtkontakt sei dabei nicht nötig; die Datenübertragung im 868 bis 870 Megahertz-Band sorge für eine sichere Ausführung der Steuerbefehle im Außenbereich, im Gebäudeinneren und durch Wände hindurch bis zu einer Distanz von zirka 20 Metern.

io-homecontrol Funkfernsteuerung Stromversorgung
Bild aus dem Beitrag "Velux 'Klima Komfort System' auf Dach+Wand vorgestellt" vom 16.2.2006

"Bei der Entwicklung und Umsetzung von io-homecontrol haben wir uns ganz an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert", erklärt Jean-Luc Guillaume, Geschäftsführer von io-homecontrol, der europaweiten Initiative aus führenden Herstellern der Haustechnik- und Baubranche. "Unabhängig davon, wo sich der Anwender gerade in seinem Heim oder außerhalb befindet, mit einem einzigen Knopfdruck kann er Dachfenster, Rollläden, Garagen- und Einfahrtstore, Heizungen und ähnliche Produkte durch Einrichtungen und Wände hindurch bedienen. Dazu haben die Mitgliedsunternehmen seit 2005 einzelne io-homecontrol-fähige Produkte in ausgewählten europäischen Ländern eingeführt. Ab 2007 werden erste herstellerübergreifende Lösungen in Deutschland verfügbar sein."

komplexe Szenarien auf Knopfdruck

Mit der zukünftigen Erweiterung des Produktportfolios - zum Beispiel um Lichtschalter- und Alarmtechnik - soll es auch voreingestellte Szenarien für gängige Alltagssituationen geben, mittels derer alle darin eingebundenen Produkte mit nur einem Knopfdruck bedient werden können. Dann könnte der Nutzer beispielsweise mithilfe des "Leaving Home"-Szenarios auf einen Klick alle Dachfenster schließen, die Heizung herunterfahren, Haustür und Garagentor absperren und die Alarmanlage aktivieren. Und er soll sich sicher sein können, dass alle Befehle korrekt ausgeführt worden sind, denn die mit io-homecontrol ausgestatteten Anwendungen geben eine Rückmeldung über den aktuellen Status.

Bei Bedarf werde es dann auch möglich sein, verschiedene Innenraum- und Außenfühler einzubinden, um einzelne Abläufe zu automatisieren - so die Protagonisten des neuen Funkstandards. Steigt beispielsweise die Raumtemperatur durch starke Sonneneinstrahlung über einen definierten Wert an, geben entsprechende io-homecontrol-Sensoren den Steuerbefehl, die Jalousien herunterzulassen und die Dachfenster zu schließen. Wind- und Feuchtigkeitsmesser überwachen derweil die Wetterentwicklung, um bei aufziehendem Regen den Sonnenschutz wieder einzufahren.

Installation und Erweiterungen

Die Installation von io-homecontrol-fähigen Produkten soll "denkbar einfach" sein: Der Anschluss an die Stromversorgung genüge, die Initialisierung der einzelnen Anwendungen erfolge dann automatisch. Die Montage der io-homecontrol-Lösungen unterscheide sich demnach nicht vom Einbau herkömmlicher, elektrisch betriebener Einrichtungen und könne von jedem Handwerker und Installateur auch nachträglich durchgeführt werden. io-homecontrol eigne sich daher sowohl für die Ausstattung von Neubauten als auch für Modernisierungen. Dank der Datenkommunikation per Funk entfällt jedenfalls die aufwändige Verlegung von Steuer- oder Netzwerkkabeln - ein besonderer Vorteil vor allem bei bestehenden Häusern und Wohnungen.

Zu Funktionalität und Nutzerorientierung von io-homecontrol gehöre außerdem die einfache Erweiterbarkeit des Systems. Wer heute mit einem Integra-Dachfenster von Velux in die Welt der drahtlosen Haustechnik starte, könne sein Heim später jederzeit durch weitere Anwendungen mit io-homecontrol wie Rollladenantriebe von Somfy, Antriebe für Garagen- und Einfahrtstore von Hörmann oder Heizungsregler von Honeywell schrittweise zu einem "intelligenten" Domizil erweitern. Zudem wachse auch das Angebot von io-homecontrol-Produkten mit zunehmender Mitgliederzahl der Initiative. Derzeit sollen Verhandlungen mit einem namhaften Hersteller von elektrischen Türschlössern stattfinden, der mit seinen Produkten das bestehende Portfolio von io-homecontrol-kompatiblen Lösungen um eine weitere Dimension erweitern könne. Parallel dazu führe io-homecontrol Gespräche mit Anbietern von Lichtschalter- und Alarmtechnik.

Update vom 25.2.2011: Hörmann, io-homecontrol Mitglied seit dem 1. Mai 2006, hat auf der BAU 2011 bekannt gegeben, den Funkstandard io-homecontrol nicht weiter unterstützen zu wollen - siehe auch Beitrag "BiSecur: Hörmanns neuer bidirektionaler Funk-Standard" vom 25.2.2011.

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