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Preissteigerungen: Dämmstoffe versus Heizkosten

(21.6.2010) Die vielerorts wieder anziehende Konjunktur, die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und Dollar und der Anstieg der Rohölpreise wirken sich in Deutschland auch auf die Preise für Dämmstoffe und andere WDVS-Komponenten aus. Gleichzeitig aber wird den Hausbesitzern durch die weitere Verteuerung beim Öl - und damit über kurz oder lang auch beim Gas - die Notwendigkeit energetischer Sanierung von Bestandsbauten noch deutlicher vor Augen geführt.

Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme
Dr. Wolfgang Setzler

Energetische Sanierung trotzt der Preisentwicklung bei Dämmstoffen

Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme: "Aus den genannten Gründen, die wir nicht beeinflussen können, sind aktuell Preissteigerungen bei unseren Systemen nicht zu vermeiden. Die Hersteller sind gezwungen, vor allem den Preisanstieg bei den für die Dämmstoffproduktion erforderlichen Rohstoffen und die höheren Energiekosten an den Markt weiterzugeben. Wir rechnen dennoch nicht mit spürbaren Folgeerscheinungen beim Investitionsverhalten der Hausbesitzer. Energetische Sanierung bleibt das Gebot der Stunde, Wärmedämm-Verbundsysteme leisten dazu auch weiterhin ihren substanziellen Beitrag."

Die ausführenden Handwerksunternehmen sollten sich auf die Preisentwicklung rechtzeitig einstellen und in ihren Kalkulationen und Angeboten entsprechend berücksichtigen. "Der Sanierungstrend mit WDVS wird dadurch sicherlich nicht gebrochen, steigen die Heizkosten doch nach wie vor überproportional", so Dr. Setzler, "die Verarbeiter sollten vielmehr den Schwerpunkt auf die aktive Marktbearbeitung in ihrer Region legen, denn das Potential für die energetische Sanierung ist nach wie vor sehr hoch." Der Deutsche Mieterbund beispielsweise sieht bei den Energiepreisen keinerlei Grund zur Entwarnung: "Heizen wird in diesem Jahr wieder teurer werden. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ölpreise im ersten Quartal 2010 stark gestiegen - im Januar um 7 Prozent, im Februar um 13,8 Prozent und im März um 32,1 Prozent", heißt es. Deshalb bleibe die energetische Modernisierung von Häusern unverzichtbar. "Nur so können sich Mieter langfristig von der Energiepreisentwicklung unabhängig machen", so der Deutsche Mieterbund.


Temperaturverlauf in einer ungedämmten und gedämmten Wand Grafik aus dem Beitrag "WDVS kompakt: Fassadendämmung auf 48 Seiten" vom 6.1.2010

Hausbesitzer bleiben damit in der Pflicht: Noch immer werden zu wenig Bestandsbauten gedämmt, noch immer ist die Unwissenheit groß, wie viel sich tatsächlich durch eine fachmännisch ausgeführte Fassadendämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem sparen lässt.

"Es bleibt unsere Aufgabe als Verband, zusammen mit den Kunden unserer Mitgliedsunternehmen die Informationslücken zu schließen und durch professionell ausgeführte und in der Öffentlichkeit dokumentierte erfolgreiche Beispiele zu beweisen, dass sich energetische Sanierung für die Auftraggeber lohnt", so Dr. Setzler.

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