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Fünf IHP-Finalisten aus Europa und Asien im Rennen um das weltbeste Hochhaus


Omniturm (Frankfurt/M)
Foto  © Nils Koenning
      

(28.9.2020) Die Finalisten des diesjährigen Internationalen Hochhaus Preises (IHP) stehen fest. Fünf Gebäude, drei aus Europa und zwei aus Asien, hat die Jury aus insgesamt 31 nominierten Hochhäusern aus 14 Ländern ausgewählt.

Omniturm (Frankfurt am Main / Deutschland)

Mit dem Omniturm hat es das erste Hybridhochhaus in einem deutschen Stadtzentrum unter die Finalisten geschafft. Für Jury-Mitglied Ina Hartwig macht der Turm seinem Namen alle Ehre. Er vereint Gastronomie, Büros, Wohnungen und Geschäfte unter einem Dach. Damit ist der Omniturm im internationalen städtebaulichen Vergleich auf der Höhe der Zeit.

Eden (Singapur)

Erneut zählt ein Projekt aus Singapur zu den Finalisten: Muschelförmige Pflanzkübel machen EDEN zu einem einprägsamen Beispiel für ein Wohnhochhaus. Mit seiner üppigen Bepflanzung unterstreicht es eindrucksvoll das Motto der Stadtentwicklung „City in a Garden“:

Eden (Singapur) Foto © Hufton + Crow 

Als „Garten Eden“ empfindet Jury-Mitglied Klaus Fäth das Begrünungskonzept, bei dem die Pflanzen durch zurückspringende Balkone und vorspringende Wandscheiben geschützt werden.

Für die Juryvorsitzende Annett-Maud Joppien geht von den bauchigen Muschelmotiven und grünen Dschungeln eine große Anziehungskraft aus, der man sich nicht entziehen kann.

Norra Tornen (Stockholm / Schweden)


Norra Tornen (Stockholm / Schweden)
Foto  © Anders Bobert - Courtesy of OMA

Norra Tornen steht in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Dort bildet das Projekt eine Torsituation zum Stadtteil Hagastaden. Die höchsten Wohngebäude Stockholms kultivieren das Wohnen in der Höhe mit ausgeprägtem Außenbezug im Norden Europas. Jury-Mitglied Andreas Moser lobt die Eleganz, mit der die Türme aus der sie umgebenden niedrigeren Bebauung hervorwachsen und bewertet das Spannungsfeld zwischen der brutalistischen Erscheinung der Türme und ihrem Kontext positiv.

Auch Jury-Mitglied Victor Stoltenburg sieht in der Ausgestaltung der Baukörper mit modularen kastenartigen Erkern und der Oberflächengestaltung mit rauen Betonelementen einen bemerkenswerten Akzent im Stadtbild.

The Stratford (London / Großbritannien)

Mit einem weiteren Wohnprojekt ist das sonst für seine Höhenrekorde bekannte Büro Skidmore, Owings & Merill unter den Finalisten vertreten. The Stratford in London vereint Design-Hotel und Design-Wohnen unter einem Dach und setzt neue städtebauliche Akzente im Stadtteil gleichen Namens.

The Stratford (London, Großbritannien) Foto © Hufton + Crow 

Die markante Großform mit tiefen Einschnitten macht das Gebäude zum weithin sichtbaren Wahrzeichen. Die Räumlichkeit, die durch doppelte und einfache Raumhöhen im gesamten Gebäude geschaffen wird, seine begrünten und freitragenden öffentlichen Räume und die sorgfältige massive und transluzide Gestaltung der Hülle ergeben ein modernes Hochhaus, von dem sich Jurymitglied L. Benjamín Romano inspiriert fühlt.

Leeza SOHO (Peking / China)

Das Leeza SOHO in Peking ist im Prinzip eine Doppelturmanlage mit Glashülle. Das über 190 Meter hohe Atrium zwischen den Türmen ist das höchste der Welt, und der geschwungenen Gebäudekörper konnte nur parametrisch entworfen werden. Für Jurymitglied Peter Cachola Schmal ist das Leeza SOHO die skulpturale Lösung eines Doppelhochhauses, das auf räumliche Überwältigung und Erlebnisse setzt und sich für Hunderte von Small Offices und Homeoffices anbietet, die auf dem Weg zum neuen Flughafen ihr digitales Quartier aufschlagen wollen:

Leeza SOHO (Peking, China) Foto © Hufton + Crow 

Der Internationale Hochhaus Preis (IHP)

... richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Die Jury besteht aus Architekten, Tragwerksplanern, Immobilienspezialisten und Architekturkritikern. Sie beurteilt die nominierten Projekte nach folgenden Kriterien: zukunftsweisende Gestaltung, Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Der Preis wird von der Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank verliehen und ist mit einer Statuette des international bekannten Künstlers Thomas Demand und einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro dotiert.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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