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Licht und Schatten im Pelletmarkt 2017

(14.2.2018) Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt die bundesdeutsche Pelletbranche auf das Jahr 2017 zurück: Laut Marktzahlen des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) wurden mit 2,25 Mio. t Holzpellets so viele Pellets in Deutschland hergestellt wie noch nie. Die Ausbauzahlen bei Pelletkesseln und Pelletkaminöfen blieben aber leicht hinter den Erwartungen zurück; gleichwohl konnte der Zubau im Vergleich zum Vorjahr (31.200 Stück) um 3,5% auf 32.300 Stück gesteigert wer­den - darunter ...

  • 16.500 Pelletkaminöfen,
  • 15.000 Pelletkessel und wasserführende Pelletöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie
  • 800 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW.

DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele blickt dennoch optimistisch auf das Jahr 2018 und fordert von der neuen Bundesregierung „jetzt endlich eine echte Energiewende am Wärmemarkt, für die wir mit unserem heimischen, klimafreundlichen Brennstoff sehr gut gerüstet sind.“

Insbesondere im mittleren Anlagensegment bis 50 kW Leistung sieht Bentele noch großes Potential: „Die Austauschquote von alten, fossilen Heizungen ist trotz zaghafter Bemühungen der Politik mit Altanlagenlabel und EnEV-Austauschpflicht bei Eigentümerwechsel noch viel zu niedrig. Dass die neue Bundesregierung, wie im Koalitionsvertrag verabschiedet, keine CO₂-Bepreisung anstrebt und stattdessen über das Jahr 2020 hinaus Steuergelder für neue fossile Heizungen ausgeben will, ist angesichts der Verfehlung der Klimaziele kontraproduktiv. Nur echte Erneuerbare Heizungstechnik kann so viel CO₂ einsparen, wie nötig ist, um die Klimaerhitzung zu bremsen.“

2017 wurden DEPV-Angaben zufolge durch Pelletfeuerungen 3,19 Mio. t des Klimagases CO₂ eingespart. Das sei ein Einspareffekt von 92,5% gegenüber den Treibhausgasen, die die durch Pellets ersetzten fossilen Heizungen andernfalls ausgestoßen hätten.

Ende 2017 waren in Deutschland rd. 437.000 Pelletfeuerungen im Einsatz. Für das Jahr 2018 geht der DEPV von einem Absatz von 33.900 Feuerungen (16.900 Kessel und 17.000 Pelletkaminöfen) aus. Damit würde der Gesamtbestand an Pelletfeuerungen auf rd. 465.000 Anlagen anwachsen.

Produktion und Verbrauch von Holzpellets in Deutschland

Mit 2,25 Mio. Tonnen Holzpellets wurde 2017 in Deutschland mehr als je zuvor von dem heimischen Brennstoff hergestellt. Im Vergleich zum Vorjahr (1,95 Mio. t) ist das eine Steigerung von 15,4%. Der Verbrauch belief sich 2017 bundesweit auf 2,1 Mio. Tonnen.

„Deutschland kann sich rein rechnerisch vollständig mit Pellets aus eigener Produktion versorgen“, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. „Rohstoff gibt es dank des hohen Holzeinschnitts und dem damit verbundenen reichlichen Restholzanfall in deutschen Sägewerken mehr als genug.“ Pellets seien 2017 zu 95% aus Sägenebenprodukten hergestellt worden. Der Verband rechnet für 2018 mit einer weiter leicht zunehmenden Produktion auf 2,3 Mio. t. Deutschland ist europaweit der größte Pelletproduzent und erzeugt annähernd 10% der weltweit gepressten Holzpellets.

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