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Busdepot in Winterthur mit hochglänzender Chromstahlfassade

(7.3.2019) Für der Sanierung des bisherigen Busdepots Grüzefeld aus den 1960er Jahren und der daran angrenzenden Erweiterung (siehe Google-Maps) setzte die Stadt Winterthur bereits in der Ausschreibung hohe Maßstäbe. In einem zweistufigen Gesamtleistungswettbewerb wurde eine architektonisch ansprechende und repräsentative Lösung angestrebt, die das Depot und die Verwaltung an einem zentralen Standort unter einem Dach vereint. Durch den stetigen Ausbau des Netzbetriebes und der damit verbundenen Aufstockung der Fahrzeugflotte auf aktuell fast 90 Fahrzeuge waren die bisherigen Standorte und Einstellhallen in den letzten Jahren deutlich zu klein geworden. Mit der auf dem Dach des Neubaus vorgesehenen Photovoltaikanlage sollte zudem ein klares Bekenntnis zur erneuerbaren Energie geschaffen werden.

Foto © Oliver Erb 

Charakteristisch: Sägezahnelemente in Dach- und Fassade

Letztendlich konnte das Team ‚Volt‘, bestehend aus den BDE Architekten aus Winterthur und der Totalunternehmung Baltensperger AG aus Seuzach, den Wettbewerb mit den ausführlichen und detaillierten Vorgaben für sich entscheiden. Hierfür ausschlaggebend war u.a. das durchdachte Konzept im Hinblick auf die Umsetzung der PV-Anlage im Dach des Neubaus: „Abweichend vom bekannten Prinzip des Sheddaches haben wir uns entschieden, die übliche geometrische Sägezahnform zu spiegeln und so die steile Seite der Sheds nicht nach Norden sondern nach Süden auszurichten. Dieses Vorgehen ermöglichte es uns, die Photovoltaikanlage mit idealen Neigungswinkeln in die Dachform zu integrieren. Daher gründet die Architektur der Bushalle auf ihrer Funktion als Sonnenkraftwerk“, so Philipp Brunnschweiler, Mitbegründer und Partner von BDE Architekten. Zum Ausdruck einer einheitlichen Architektursprache wurde die Silhouette des Dachs in Zackenform aufgegriffen und auf das gesamte Gebäude übertragen. So verlaufen auch die Wände des Depots in der charakteristischen vor- und zurückspringenden Form.

Der Wunsch der Bauherrenschaft, mit dem Neubau des Busdepots ein einzigartiges und unverwechselbares Gebäude in ein durch Gewerbe und Großverteiler geprägtes Gebiet zu setzen, war stets präsent. Dieser Wunsch spiegelt sich - im wahrsten Sinne des Wortes - in der hochglänzenden Chromstahl-Fassade wieder, die mit ihrem Erscheinungsbild für ein architektonisches Ausrufezeichen sorgt:

Foto © Oliver Erb 

Kreativität mit der Profillinie Montaform Design

Bei der Wahl der Querschnittsform der Fassadenbekleidung wurde auf die bewegte Dachform zurückgegriffen: das gekantete Profil Montaform Design 110-4/800 der Montana Bausysteme AG mit seiner ausgeprägten Zick-Zack-Form passte aufgrund der Formgebung und seiner Einzigartigkeit ideal zu den Vorstellungen der Architekten und Bauherren. Es verleiht dem Busdepot in Verbindung mit dem Chromstahlmaterial „UGINOX Bright K36“ eine räumliche Figur und einen kristallartigen Charakter: „Durch das Spiel mit den Spiegelungen in der Fassade erhält das Gebäude je nach Betrachtungswinkel, Wetter und Tageszeit eine unterschiedliche Wirkung – es bleibt jedoch immer eine edle und faszinierende Optik“ bestätigen auch die Architekten von BDE. „Das gewählte Chromstahlmaterial wertet die Fassade auf, bewahrt jedoch den industriellen Charakter und ist darüber hinaus sogar noch dauerhaft beständig gegen Korrosion und andere Umwelteinflüsse, womit ein langfristiger Werterhalt sichergestellt ist.“

Die Profillinie Montaform Design erlaubt den normalerweise schwierigen Spagat zwischen industrieller Fassadenbekleidung aus Metallblech und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Aufgrund dieser Option und einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis entscheiden sich offenbar immer mehr Architekten und Bauherren für solche individualisierte Profilformen, um ihren Gebäuden ein ausgefallenes und einzigartiges Erscheinungsbild zu verleihen. Montana fertigt dazu auf Wunsch und nach vorheriger Machbarkeitsprüfung unique Profilformen, die der Kreativität von Fassadenplanern oder Architekten entsprungen sind - ergänzt durch eine breite Vielfalt an Farben und Beschichtungen sowie diverse Perforationsmöglichkeiten.

Besonderheiten bei der Fassadenmontage

Eine solch hochstehende Fassadenbekleidung setzt natürlich auch höhere Ansprüche an die Montage. Dies bestätigt auch Urban Thaler von der Firma Covra Metall AG in Goldach, der das Projekt über fast drei Jahre als Projektleiter von der Konzeption bis zur Ausführung begleiten durfte: „Die Fassadeneinteilung und beispielsweise die Ausbildung der Eckdetails wurden genau auf die Baubreiten der Profilblechtafeln abgestimmt. Aus der erforderlichen genauen Einhaltung der Rastermasse folgte die Notwendigkeit einer exakten Fertigung der Profiltafeln unter Einhaltung minimalster Fertigungstoleranzen. Diese hohen Anforderungen konnten durch die Montana Bausysteme AG optimal erfüllt werden“.

Notwendige Blechbearbeitungen für die Ausbildung von Abschlüssen wie zum Beispiel am First, wo hunderte Meter von Schrägschnitten zu realisieren waren, mussten mit speziellen Werkzeugen hergestellt werden. Die Befestigung der Profilbleche auf der Unterkonstruktion erfolgte wiederum mit speziell angefertigten, hochlegierten Edelstahl-Schrauben (V4A-Qualität).

Horizontalschnitt des Fassadenaufbaus mit Darstellung der Anschlussdetails. 

Die Berücksichtigung solcher Besonderheiten erfordert das Engagement eines erfahrenen Unternehmens wie der Firma Covra Metall AG. Mit der Kompetenz aus mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Realisierung von Fassaden- und Dachaufbauten aus Metallblech konnte neben der Fassade auch die Dacheindeckung des Busdepots mit Trapezprofilen Swiss Panel SP44 passend ausgeführt werden.

Weitere Informationen zu hochglänzenden Chromstahlfassaden und der Profillinie Montaform Design können per E-Mail an Montana Bausysteme angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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