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Rohrdorfer und Zosseder wollen ab Mitte 2022 Recycling-Beton liefern

(18.5.2022) Die Produktion von Recycling-Beton (R-Beton) spielt immer noch eine untergeordnete Rolle. Die Gründe dafür sind die regionale Verfügbarkeit von geeignetem Recyclingmaterial wie auch die geringe Nachfrage nach R-Beton. Damit aus Abbruchmaterialien hochwertiger Beton in industrieüblichen Mengen und konstanter Qualität entsteht, engagieren sich die Unternehmen Rohrdorfer und Zosseder in einem gemeinsamen Pilotprojekt: Start des Projekts war Anfang Januar 2022. Geplant ist, ab dem zweiten Halbjahr 2022 mit der Auslieferung des R-Betons zu beginnen.

Testbaustelle bei Zosseder in Großkarolinenfeld: Transportbeton-Mischfahrzeuge von Union Beton bringen Estrich aus R-Beton aus. (alle Fotos © Zosseder) 

Bauschutt-Recycling bedeutet aktuell überwiegend noch Downcycling, da die aufbereiteten Gesteinskörnungen meist für den Straßen- und Wegebau oder für andere Tiefbauprojekte zum Einsatz kommen. Mit ihrem Pilotprojekt haben sich die Unternehmen Rohrdorfer und Zosseder das Ziel gesetzt, hochwertigen Beton basierend auf speziell aufbereitetem Altbetonbruch herzustellen. Auf zwei Versuchsbaustellen soll dazu rezyklierte Gesteinskörnung in größeren Mengen zum Einsatz kommen.

Im ersten Schritt wird aus dem optimierten Betonbruch im Union Betonwerk Söchtenau, das zu Rohrdorfer gehört, der fertige Beton gemischt und an Versuchsbaustellen in Großkarolinenfeld und Schilchau geliefert. Um eine gleichbleibend hohe Betonqualität zu gewährleisten, ist es wichtig, die gesamte Aufbereitungskette vom selektiven Abbruch über die Aufbereitung bis hin zur Betonproduktion genau zu steuern und zu kontrollieren.

Der R-Beton wird direkt vom Mischfahrzeug aus verteilt. 

Zertifizierung stellt ökologische Unbedenklichkeit sicher


  

Die in der Region gewonnene und aufbereitete Recyclingkörnung und deren Verwendung in ebenfalls regional ansässigen Transportbeton-Unternehmen verhindert lange Transportwege und wendet somit zusätzlich transportspezifische CO₂-Emissionen ab. Die ökologische Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien wird durch ein enges Qualitätssicherungssystem der Firma Zosseder und eine Zertifizierung des Materials über den Verband Baustoffrecycling Bayern sichergestellt.

Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes soll der R-Beton ab Mitte 2022 als ein nachhaltiger ressourcenschonender Baustoff zuerst für die Region Rosenheim zur Verfügung stehen. „Unser gemeinsam mit Zosseder produzierter R-Beton wird gängigen Betonen in puncto Verarbeitung und Dauerhaftigkeit in nichts nachstehen und kann in nahezu allen Bereichen des Hochbaus eingesetzt werden“, versichert Alexander Mangstl, Spartenleiter Transportbeton bei Rohrdorfer.

„Wir freuen uns, in Rohrdorfer einen Partner gefunden zu haben der, genau wie wir, in der Region verwurzelt ist und die regionale Kreislaufwirtschaft vorantreiben will“, so Markus von Bank, der bei Zosseder für die Projektentwicklung verantwortlich ist.

Weitere Informationen zu Recycling-Beton können per E-Mail an Rohrdorfer bzw. per E-Mail an Zosseder angefordert werden.

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