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Opterra liefert spezielle Bindemittel für Binder aus Carbonbeton C³

(31.1.2017) Im Betonwerk Oschatz sind zum Abschluss eines C³-Teilprojektes sechs Meter lange Binder aus Carbonbeton hergestellt worden. Rund 30 Vertreter aus Wirtschaft und Forschung verfolgten im August 2016 die Fertigung dieses typischen Fertigbetonbauteils. Das Werk Karsdorf der Opterra Zement GmbH hat für das Teilprojekt B2 das spezielle Bindemittel Opterra C³ für Carbonbeton der Güte C45/55 geliefert.

Geflecht aus Carbon anstatt Stahl als Bewehrung
Geflecht aus Carbon anstatt Stahl als Bewehrung (alle Fotos © Opterra /Tino Sieland)
  

  

Zur Erinnerung: C³ - Carbon Concrete Composite ist ein vergleichsweise neuer Materialverbund von Carbon und Beton, der insbesondere seit 2015 auf vielen Kanälen Aufmerksamkeit erregt. Die Erforschung und Entwicklung von C³ - Carbonbeton wird im derzeit größten deutschen Bauforschungsprojekt vorangetrieben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das Konsortium, C³ - Carbon Concrete Composite, mit aktuell über 140 Partnern aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Baustoff Carbonbeton zu entwickeln und zu etablieren. Der junge Baustoff kann und soll als Alternative für Stahlbeton eine neue Art des Bauens begründen. Begleitet wird die Entwicklung durch zahlreiche Basis- und Praxisvorhaben. Bereits 2015 hat C³ den Deutschen Nachhaltigkeitspreis „Forschung“ für sich entschieden - Beitrag „Deutscher Nachhaltigkeitspreis u.a. für Vaillant, BASF, Karlsruhe, Alpina, C³“ vom 29.11.2015.

Im Basisvorhaben B2 werden ...

  • Anforderungsprofile an Bindemittel und Betone zusammengestellt,
  • Rezepturen für hydraulisch erhärtende mineralische Matrices für Carbonbeton entwickelt und
  • Prüftechniken sowie Prüfkriterien für Kerneigenschaften der Matrices abgestimmt.

Die Ziele sind, ...

  • eine höhere Lebensdauer als bei bisher verwendeten Betonen zu erreichen,
  • den Verbund zur Bewehrung zu optimieren sowie
  • eine deutlich verbesserte Energie- und CO₂-Bilanz zu erreichen.
Betonage
Rund 30 Vertreter aus Wirtschaft und Forschung verfolgten die Fertigung dieses typischen Fertigbetonbauteils.

In dem Basisvorhaben engagiert sich Opterra mit der Entwicklung und Bereitstellung eines nachhaltigen zementbasierten Bindemittels für normalfeste Betone.

Bis zu 40% Gewichtsersparnis

Mit der Schaubetonage von Bindern aus Carbonbeton konnte ein praxisbezogenes Teilprojekt der C³-Entwicklung abgeschlossen werden. Im direkten Vergleich zu einem üblichen Stahlbetonträger bringt der Einsatz von Carbon als Bewehrung in den hergestellten Bindern eine Gewichtsersparnis von bis zu 40%. Es war die letzte von drei erfolgreichen Betonagen im Betonwerk Oschatz..

Stahlbetonträger und C³-Beton-Träger
Stahlbetonträger und C³-Binder im Vergleich

Birgit Zocher, Mitglied der Geschäftsführung des Betonwerkes, zeigte sich zufrieden. Gleichzeitig wies sie auf die nächsten Aufgaben hin, die zu lösen sind. Ziel müsse es sein, so die Betonexpertin, das engmaschige Gelege in der Bewehrung aufzubrechen. Denn um eine industrielle und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu erreichen, sind größere Maschenweiten notwendig. Parallel sollte auch an einer Stabbewehrung geforscht werden.

Auch das Strategieteam des C³-Projektes zieht nach der Betonage, mit dem das Teilprojekt abgeschlossen ist, eine positive Bilanz. Dr. Carsten Geisenhanslüke, Leiter der Anwendungsberatung, würdigte im Namen von Opterra als mitwirkendem Unternehmen ebenfalls die konstruktive Zusammenarbeit aller Partner bei diesem Projekt.

Weitere Informationen zu Carbonbeton können per E-Mail an Opterra bzw. per E-Mail an C³ e.V. angefordert werden und gibt es aus erster Hand bei Opterra am Stand 125/126 auf den Ulmer Betontagen (14. - 16. Februar 2017).

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