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Klassische Abdichtungsmaterialien unter Druck, Flüssigkunststoffe und EPDM-Bahnen im Aufwind

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(22.11.2019) Der hiesige Markt für Abdichtungsbahnen und Bauwerksabdichtungen wächst 2019 robust. Die Marktbedeutung von EPDM-Bahnen und Flüssigkunststoffen erhöht sich dabei überdurchschnittlich - darauf lassen aktuelle Daten zu Abdichtungsbahnen und Bauwerksabdichtungen von Branchenradar.com schließen. Die Marktforscher erwarten, dass sich die Herstellererlöse um 3,2% gegenüber 2018 auf insgesamt rund 1,28 Mrd. Euro erhöhen.

Angeschoben wird der Markt im Wesentlichen vom Neubaubereich, wenngleich auch das Bestandsgeschäft Wachstumsbeiträge liefert. Mehr als 90% der Zuwächse kommen aus dem Objektbereich, rund die Hälfte alleine aus dem Nicht-Wohnbau.

Flüssigabdichtungen boomen, Steildachbahnen schwächeln

Während sich der Markt 2019 für flüssige Bauwerksabdichtungen mit +5,8% gegenüber 2018 recht passabel entwickelt, wächst der Gesamtmarkt für Abdichtungsbahnen erlösseitig mit 2,5% deutlich langsamer:

  • Zum einen liegt das an dem weiterhin rückläufigen Absatz von Steildachbahnen - immerhin rechnet man bei Branchenradar.com mit einem Flächenminus von gut 2% gegenüber 2018.
  • Zum anderen ist der Preisauftrieb bei Abdichtungsbahnen mit etwa einem Prozent nur halb so groß wie bei flüssigen Bauwerksabdichtungen.

Darüber hinaus verlieren in diesem Jahr in beiden Warengruppen klassische Abdichtungsmaterialien an Marktanteil:

  • Der Marktanteil von flüssigen Kunststoffen klettert zulasten bituminöser Spachtelmassen erlösseitig auf über 56%. Flüssige Bauwerksabdichtungen auf Zement-Acryl-Basis stagnieren bei knapp 7% Marktanteil.
  • Bei Abdichtungsbahnen steigen die Erlöse von Bitumen- und Kunststoffbahnen jeweils um rund 2% gegenüber dem Vorjahr, die von EPDM-Bahnen indessen um 4%. Dadurch erhöht sich der Marktanteil von EPDM-Bahnen wertmäßig auf 14%.

Auch in den beiden kommenden Jahren können die Hersteller von Abdichtungsbahnen und Flüssigen Bauwerksabdichtungen am deutschen Markt mit einem stabilen Wachstum rechnen. Für 2020 prognostiziert Branchenradar.com ein Umsatzplus von rund 2%. Etwa die Hälfte des Zuwachses wird voraussichtlich preisgetrieben sein.

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