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Photovoltaikumfrage: Rückgang der Preise von PV-Anlagen um 20,58 Prozent

(23.1.2011) Der Preis für eine schlüsselfertige Solarstromanlage betrug 2010 durchschnittlich 2.740 Euro netto je installiertem Kilowattpeak (kWp) - das entspricht einer Preissenkung von rund 20,58% (ca. 710 Euro/kWp) gegenüber 2009 (3.450 Euro/kWp netto). Noch im ersten Halbjahr 2010 lagen die Preise bei durchschnittlich 2.950 Euro/kWp - demnach sind sie im Verlauf der zweiten Jahreshälfte noch einmal um ca. 7,12% gesunken (ca. 210 Euro/kWp). Insbesondere im letzten Quartal sind die Preise verstärkt gesunken sind, nachdem die Einspeisevergütung durch die Bundesregierung im Juli um 13% und im Oktober nochmals um 3% außerplanmäßig abgesenkt wurde.

Diese Erkenntnisse stammen aus einer Onlinebefragung des Portals Photovoltaikumfrage. In die aktuelle Auswertung flossen die Antworten von 2.758 Solaranlagenbetreibern aus dem ganzen Bundesgebiet ein, deren Solaranlage 2010 in Betrieb genommen wurde. Die Antworten wurden im Zeitraum Januar bis Dezember 2010 abgegeben und beinhalten Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Größe von 100 kWp.

Entwicklung der Preise für Photovoltaikanlagen in den letzten fünf Jahren:

  • 2010: ca. 2.740 Euro/kWp* (Rückgang um 20,58% gegenüber dem Vorjahr)
  • 2009: ca. 3.450 Euro/kWp* (19,77%)
  • 2008: ca. 4.300 Euro/kWp** (10,42%)
  • 2007: ca. 4.800 Euro/kWp** (4,00%)
  • 2006: ca. 5.000 Euro/kWp**

Zwischenergebnis vom 1. Januar bis 30. Juni 2010: ca. 2.950 Euro/kWp* (Rückgang: 14,49% gegenüber dem Vorjahr)

Herkunft der Solarmodule

38,46% der befragten Solaranlagenbetreiber gab an, dass ihre Solarmodule von deutschen Herstellern stammen würden. Der größte Teil der Befragten (51,92%) gab jedoch an, Solarmodule von Herstellern aus Fernost über ihren Solarteur bezogen zu haben. Der Rest der Befragten, mit einem Anteil von 9,62%, bezogen die Solarmodule von Herstellern aus anderen Ländern.

Michael Ziegler, Geschäftsführer des PhotovoltaikZentrums, erklärt dazu: „Das Ergebnis zur Herkunft der Solarmodule zeigt deutlich, dass sich deutsche Solarmodulhersteller verstärkt durch Produktdifferenzierungen vom Wettbewerb abheben müssen, um nicht weitere Marktanteile an Hersteller aus Fernost zu verlieren. Die Differenzierung muss für den Kunden einen relevanten sowie erkennbaren Vorteil mit sich bringen und somit eine Markenpräferenz schaffen. Dazu gehört auch das Branding, das noch immer zu sehr vernachlässigt wird. Um den komparativen Konkurrenzvorteil zu verankern, benötigen Unternehmen eine langfristige und strategische Markenführung.“

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*)  ermittelt über das Umfrageportal Photovoltaikumfrage
*)  ermittelt durch Umfragen der DGS

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