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Solar-VHF: Forschung bis 2024 zu multifunktionalen Fassaden

(2.5.2022) Warum Energie immer nur auf dem Dach erzeugen? Große Reserven liegen insbesondere in der Nutzung von Fassadenflächen. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprojekt „Solar-VHF“ untersuchen u.a. das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) und das Institut für Solarenergieforschung (ISFH), wie sich Solarthermie und vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) als Wärmetauscher kombinieren lassen. Der FVHF ist Netzwerkpartner im Forschungsprojekt und unterstützt die Vorbereitung und Umsetzung von Pilotfassaden im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Fotos © Ronald Winterfeld, FVHF e.V.  


Technikum Fraunhofer IBP: Versuchsfassade aus Metall für Indoor-Tests (inkl. Messtechnik) 
  

Durch die solarthermische Aktivierung der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden kann z.B. das Erdsondenfeld einer Wärmepumpenanlage reduziert werden (Nutzung der Fassade als Wärmepumpenquelle und zur Regeneration des Erdreiches). Durch die nicht sichtbare Integration werden gleichzeitig alle Anforderungen an die qualitativ hochwertige Architektur in bestem Sinne umgesetzt. Genutzt werden dabei alle Konstruktionsebenen der Bauart VHF vom Hinterlüftungsraum (Wärmewirkung und Medienführung), über die Unterkonstruktion (hydraulische Verschaltung), bis hin zu den Bekleidungselementen (Solarabsorber und Umweltwärmetauscher).

Der aktuelle Projektstand beschreibt verschiedene Simulationsszenarien, umfasst wesentliche Erkenntnisse der Fassadentests (indoor, outdoor) an verschiedenen Standorten der Projektpartner und mit verschiedenen Bekleidungssystemen (Metall, Glas, Beton). Alle bisherigen Ergebnisse sind dem Vernehmen nach Erfolg versprechend. Aktuell laufen die Planungen für die reale Installation von Pilot-Fassaden (Langzeittests) an einem neuen mehrgeschossigen Wohngebäude. Das Projekt läuft bis September 2024. Die ersten konkreten Ergebnisse sollen schon 2022 veröffentlicht werden.

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