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BuGG-Fassadenbegrünung des Jahres 2021 geht an das neue Enni-Verwaltungsgebäude in Moers

(29.5.2022) Die neue Verwaltung der Enni-Unternehmensgruppe (Enni; siehe Google-Maps) versteht sich mit ihren drei Fassadenbegrünungen an der Ostfassade, im Innenhof und im Foyer als ein ökologisches Vorzeigeprojekt. Für die in Moers beheimateten drei Enni-Unternehmen und ihre 600 Mitarbeiter werden sie als Ausdruck des eigenen ökologischen Selbstverständnisses kommuniziert, das laut dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Krämer fest in der Philosophie und der Strategie der Unternehmensgruppe verankert ist.

Originalfoto © Bundesverband GebäudeGrün (bearbeitet) 

Insbesondere die Stirnseite der Firmenzentrale begeisterte mit einer der größten (ca. 600 m²) begrünten Gebäude-Wandflächen Deutschlands die Teilnehmer des Bundeskongresses Gebäudegrün, so dass das Projekt zur BuGG-Fassadenbegrünung des Jahres 2021 gekürt wurde.

Dr. Gunter Mann, Verbandspräsident des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG), überreichte jetzt in Moers Herrn Krämer und Clemens Belke, der als BuGG-Mitglied mit seinem Unternehmen die Fassadenbegrünung geplant und ausgeführt hatte, die Sieger-Plakette - und stellte dabei fest: „Die Enni-Zentrale zeigt, was im Bereich wandgebundener Fassadenbegrünung mit einem engagierten Bauherrn, der richtigen Planung und einem bewährten System auch an großflächigen Begrünungen heute möglich ist. ... Das Moerser Projekt ist daher für die Branche und den Klimaschutzgedanken ein Pionier mit Vorbildcharakter.“

Foto © Bundesverband GebäudeGrün 

Die Fassade wurde laut Dipl.-Ingenieur Belke als Kombinations-Fassade in Vorhangbauweise mit 180 mm mineralischer Dämmung errichtet. Jede Fensteröffnung erhielt dabei eine eigene Abdichtungskonstruktion. „So beugen wir Schäden vor, die sonst durch die dauerhafte Bewässerung der Pflanzen am Gebäude entstehen könnten.“ Als Unterkonstruktion der Fassadenbegrünung kam das Ejot-Crossfix-System zum Einsatz, womit neben den Konsolen und Tragprofilen auch alle Verankerungs- und Befestigungsmittel aus einer Hand stammten.


Foto © Clemens Belke

Jedes begrünte Element wurde im Gewächshaus vorkultiviert. Durch die hohe Dichte der Pflanzen von 96 Stück/m² sind insgesamt rund 57.600 Pflanzen allein an der Ostfassade installiert. Dennoch sei die Pflege der Vertikalbegrünung auch dank des niederländischen Systems „Sempergreen“ leicht und reduziere sich auf drei bis vier Schnitte pro Jahr, betonte Herr Belke. Ansonsten überwache eine Kontroll- und Überwachungssensorik automatisch online die Vegetation. Dabei würden die Sensoren die Temperatur und die Feuchtigkeit der bepflanzten Fläche aufzeichnen. „So wird die Bewässerung und die Düngung stets ideal an den Bedarf der Pflanzen angepasst.“

Alle konstruktiven Bauelemente wie die Dämmung und die verwendeten Vegetationselemente des niederländischen Systems „Sempergreen“ erfüllen Brandschutzkriterien. Im Brandfall funktioniert die automatische Bewässerungsanlage wie eine Sprinkleranlage.

Foto © Clemens Belke 

Für den Bauherrn Stefan Krämer ist das je nach Jahreszeit anders wirkende Projekt eine Herzensangelegenheit und Zeichen seiner stark auf grüne Themen ausgerichteten Strategie. Mit dieser möchte er auch seine Kunden bei Lösungen auf dem Weg zur Klimaneutralität am Niederrhein unterstützen. Neben Themen der Energie- und Mobilitätswende hat er dabei auch das Angebot von Dach- und Fassadenbegrünungen im Auge, bei dem er wie in vielen anderen Bereichen auch an eine Kooperation mit erfahrenen Partnern denkt. „Wir sehen hier die Zukunft, die wir schon in der Photovoltaik oder der Elektromobilität als Win-win für unsere Unternehmen, unsere Kunden und die Umwelt nutzen wollen.“

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