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WagnisART mit DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet

(11.12.2017) Das genossenschaftliche Wohnungsbauprojekt WagnisART ist mit dem DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ prämiert worden. Die Auszeichnung wurde bereits zum fünften Mal gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergeben. Überreicht wurde der Preis von DGNB-Präsident Prof. Alexander Rudolphi und Prof. Dr. Günther Bachmann, dem Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, vor 1.200 geladenen Gästen im Rahmen des 10. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf.

v.l.: Marcus Herget (Geschäftsführender Vorstand DGNB), Rainer Hofmann (Geschäftsführender Gesellschafter bogevischs buero architekten & stadtplaner), Florian Otto (Partner bauchplan), Rut Gollan (Vorstand Wohnungsbaugenossenschaft wagnis eG), Walter Hable (Geschäftsführer SHAG Schindler Hable Architekten), Prof. Alexander Rudolphi (DGNB Präsident) | Foto © DGNB

„Wir leben in einer Zeit, in der wir den Wert von Gemeinschaft nicht hoch genug schätzen können“, erklärte DGNB-Präsident Prof. Alexander Rudolphi. „Das Projekt WagnisART zeigt auf beispielhafte Weise, wie nachhaltige Architektur das Miteinander fördern und ein lebenswertes Wohnumfeld schaffen kann.“ Ähnlich liest sich die Jurybegründung zur Nominierung des Projekts, in der WagnisART als „in vieler Hinsicht vorbildhaft und einmalig in Deutschland“ beschrieben wird.

wagnisART, München (Foto © Julia Knop)

Entworfenen wurde das Projekt im Münchner Norden von der ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten, wobei die zukünftigen Bewohner mittels Workshops, Zieldefinition und entscheidungsfördernder Maßnahmen intensiv in den Planungsprozess eingebunden wurden. Entstanden ist eine bemerkenswerte, die Gemeinschaft fördernde Architektur mit einer außergewöhnlichen Anordnung, Verbindung und Ausformung von fünf einzelnen Gebäuden - siehe Google-Maps:

Die Themen des Dreisäulenmodells der nachhaltigen Bauweise sind in vielen Bereichen des 138 Wohnungen umfassenden Areals sehr gut integriert. Als zertifiziertes Passivhaus mit niedrigem Wärmebedarf und günstigem A/V Wert, Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise und Mobilitätskonzept erfüllt es die Anforderungen einer zeitgemäßen Bauweise.

Wie schon im vergangenen Jahr kommt der Preisträger also auch 2017 aus Bayern: WagnisART tritt die Nachfolge vom Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf aus dem Landkreis Augsburg an, das 2016 Deutschlands führenden Architekturpreis für nachhaltiges Bauen gewinnen konnte - siehe Beitrag vom 28.11.2016. (Nicht zu vergessen: Die Plusenergiehaus-Schule in Diedorf hat auch den Deutschen Architekturpreis 2017 und Deutschen Holzbaupreis 2017 für sich entschieden.)

50Hertz Netzquartier und Bremer Punkt die weiteren Finalisten

Bei der diesjährigen Preisverleihung am 8. Dezember setzte sich WagnisART gegen das 50Hertz Netzquartier in Berlin sowie das serielle Wohnungsbauprojekt „Bremer Punkt“ durch - siehe auch Baulinks-Beitrag „Drei Finalisten (von insgesamt 8 Nominierten) beim 5. DGNB Preis ,Nachhaltiges Bauen&‘“ vom 18.10.2017.

„Mit ganz individuellen Ansätzen für die unterschiedlichen Bauaufgaben zeigen alle drei Finalisten auf vorbildliche Weise, wie es gelingen kann, den Menschen in den Fokus der Gebäudeplanung zu rücken“, sagte DGNB Vizepräsident und Juryvorsitzender Martin Haas. „Daher dürfen sich auch alle drei Projekte als Gewinner fühlen.“

„Wir wollen der begehrteste deutsche Architekturpreis für Projekte sein, die ökologische, soziale und ästhetische Anforderungen gleichermaßen erfüllen“, sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. „Das gelingt, wenn wir herausragenden Vorreitern des nachhaltigen Bauens eine Plattform geben und ihre Vorbildfunktion unterstreichen.“

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