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Vielfalt an Vorbildern: Acht Nominierte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2019

(11.8.2019; zuletzt upgedatet am 8.10.2019: die Finalisten stehen fest!) Von der privaten Baugemeinschaft, über vorbildliche Gewerbebauten, bis zum modernen Holzhybridbau, vom Pionierbau in Lehmbauweise, über nachhaltige Lernräume, bis zu außergewöhnlichen Sanierungsprojekten: Die acht Projekte, die jetzt für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur (vormals: DGNB-Preis „Nachhaltiges Bauen“) nominiert wurden, zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie sich Nachhaltigkeit, Innovation und gestalterischer Anspruch vereinen lassen. Der Architekturpreis für nachhaltige Gebäude wird in diesem Jahr zum siebten Mal gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) verliehen. Der Gewinner wird am 22. November 2019 in Düsseldorf bekanntgegeben.

„In den vergangenen Jahren hat sich unsere Auszeichnung zum führenden Architekturpreis für nachhaltige Gebäude in Deutschland entwickelt“, freut sich Amandus Samsøe Sattler, DGNB-Präsidiumsmitglied sowie Director und Founding Partner von Allmann Sattler Wappner Architekten. „Die Qualität der Einreichungen in diesem Jahr war außerordentlich hoch, und wir freuen uns, eine solche Vielfalt an innovativen, nachhaltigen und zugleich ästhetischen Projekten nominieren zu können“, erklärt Sattler, unter dessen Leitung die Jurysitzung der DGNB Mitte Juli in Stuttgart stattfand.

Die nominierten Projekte (in alphabetischer Reihenfolge)

AIZ | Akademie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn

Foto © Thilo Ross Fotografie 

Mit einer besonderen Ästhetik der Lernräume und einer hohen Aufenthaltsqualität überzeugte das GIZ-Akademiegebäude in Bonn – ein Ort, an dem es gelingen kann, sich auf neue Themen und Menschen einzulassen und voneinander zu lernen.

Finalist: Alnatura Campus – Neubau der Alnatura Arbeitswelt, Darmstadt

Foto © Roland Halbe 

Der Neubau der Alnatura Arbeitswelt in Darmstadt ist der erste große Verwaltungsbau mit Stampflehmfassade in Europa. Der Bau überzeugte die Jury durch eine außerordentliche ganzheitliche Qualität, die die Möglichkeiten einer nachhaltigen Bauweise umfassend auslotet.

Finalist: Baugemeinschaft Z8 – Holzhaus Leipzig-Lindenau, Leipzig

Foto © Peter Eichler 

Bei dem Holzhaus von privaten Bauherren in Leipzig-Lindenau lobte die Jury, wie sich das architektonische Konzept dezidiert und klug aus seinem urbanen Kontext entwickelt.

Finalist: Bücherei Kressbronn am Bodensee

Foto © Brigida González 

Die Bücherei Kressbronn am Bodensee stellt ein beispielhaft gutes Gebäude für hochwertige und zugleich nachhaltige Architektur im ländlichen Raum dar. Der Charakter des Ortsbilds wird durch die Sanierung einer historischen Scheune beibehalten - siehe auch Beitrag „Deutscher Holzbaupreis 2019 und Hochschulpreis Holzbau 2019 vergeben“ vom 2.6.2019.

Bürogebäude am Hamburger Bahnhof, Berlin

Foto © Ruedi Walti 

Die Jury würdigt dieses Bürogebäude in Berlin wegen seiner feinen und zurückhaltenden, differenzierten Architektursprache als beispielhaft für einen zukunftsweisenden Gewerbebau - siehe auch Beitrag „Architekturpreis Beton 2017 mit vier gleichrangigen Preisträgern“ vom 6.8.2017.

c13, Berlin

Foto © Bernd Borchardt 

Der Holzhybridbau c13 in Berlin ist ein Vorbild für zukünftige urbane Wohnbauten. Als spannender Stadtbaustein nutzt er sein Grundstück auf ideale Weise aus und öffnet sich für die Nachbarschaft.

Kita Karoline Goldhofer, Memmingen im Allgäu

Foto © Nicolas Felder 

Bei der Kita Karoline Goldhofer in Memmingen im Allgäu trifft Neu auf Alt: Spuren der ehemaligen Villa wurden integriert in den neuen Innenraum, der den Wert des Gebrauchten und Reparierten erlebbar macht.

Neubau der Stadtwerke Neustadt in Holstein

Foto © IBUS Architekten GmbH 

Den Stadtwerken Neustadt in Holstein gelingt es mit ihrem neuen Gebäudeensemble auf vorbildliche Weise, den eigenen Anspruch an einen nachhaltigen Umgang mit den Themen der Energieinfrastruktur über die Architektur auszudrücken.

Zweistufiger Juryprozess

Um eine fundierte und unabhängige Bewertung zu ermöglichen, werden die Sieger und Finalisten in einem zweistufigen Juryprozess ausgewählt, an dem sich namhafte Experten aus den Bereichen Architektur und Bauen, aber auch Experten aus Kommunen, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik beteiligen. Die acht nominierten Projekte wurden im ersten Schritt von der DGNB Jury bestimmt

In einer zweiten Auswahlrunde wird die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Anfang September die Top 3 und den diesjährigen Preisträger bestimmen.

Die Preisverleihung findet am 22. November 2019 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt.

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