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SHK-Handwerk meldet für 2012 36,8 Mrd. Euro Umsatz

(10.3.2013) Hausbesitzer in Deutschland haben 2012 verstärkt in die Wert- und Kom­fortsteigerung ihrer Immobilie investiert. Davon profitiert hat das deutsche Sanitär-, Heizungs-und Klimahandwerk. Es konnte seinen Umsatz 2012 wie schon im Vorjahr um rund drei Prozent auf 36,8 Milliarden Euro steigern. „Unsere Fachhandwerker sind zu wahren Anlagenberatern geworden“, erklärt Manfred Stather, Präsident des Zentral­verbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) den fortgesetzten Konjunkturaufschwung seines Handwerks. „Die Menschen sehen in der Immobilie die sicherste Wertanlage und stecken ihr Erspartes in neue Bäder oder effizientere Heizungsanlagen.“

Ein Drittel mehr Badsanierung

Die im ZVSHK organisierten 30.000 Innungsbetriebe haben 480.000 neue Bäder ge­plant und installiert, davon 195.000 barrierefrei. Jeder Innungsbetrieb hat 16 Badsa­nierungen durchgeführt, vier mehr als 2011.

Geringer Zuwachs bei Heizungsmodernisierungen

Die Zahl der Heizungsmodernisierungen lag 2012 bei 525.000 durch die Innungsbetrie­be des SHK-Handwerks installierten Anlagen. „Das ist gegenüber 2011 ein vergleichs­weise geringer Anstieg“, betont Manfred Stather. „Hier hat die monatelange politische Diskussion um eine mögliche steuerliche Abschreibung energetischer Sanierungsmaß­nahmen einen noch deutlicheren Anstieg der Sanierungsquote behindert.“

Die Privatkunden stellten mit 63,5 Prozent die mit Abstand größte Kundengruppe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks. Rund 75 Prozent des Jahresumsatzes ent­fielen 2012 auf Auftragsarbeiten in Altbauten. „Diese Zahlen belegen, dass die Ener­giewende im Wärmemarkt durch das Handwerk realisiert wird“, sagt der ZVSHK-Präsi­dent. Er fordert hierzu von der Politik endlich verlässliche Marktanreize und klare Kon­zepte. „Noch dreht sich bei der Politik beim Thema Energiewende alles um Strom. Die größte Energiequelle des Landes steckt aber in der Effizienzsteigerung im Wärme­markt.“

Fachkräftemangel bereitet große Sorgen

Mit Sorge blickt der ZVSHK weiter auf die Entwicklung der Ausbildungszahlen. Obwohl die Beschäftigtenzahl mit 342.280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im SHK-Handwerk insgesamt leicht angestiegen ist, sank die Zahl der Ausbildungsverhältnisse erneut. „Nach der Halbierung der Ausbildungsplätze von 70.000 auf 35.000 in den letzten 15 Jahren haben wir 2012 noch einmal einen Rückgang auf jetzt 33.600 verkraften müs­sen“, beklagt Manfred Stather den sich verstärkenden Fachkräftemangel. Die Bundes­agentur für Arbeit hätte Ende 2012 erstmals das Fehlen von Fachkräften in der Klemp­nerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bestätigt.

Mit der 2012 gestarteten Kampagne „Volles Rohr Zukunft“ ver­sucht der ZVSHK, qualifizierten Nachwuchs für die vier Ausbil­dungsberufe im SHK-Handwerk zu gewinnen. Das Ausbildungs­portal vollesrohrzukunft.de bietet interessierten Jugendlichen vielfältige Informationen rund um die Berufe des Anlagenme­chanikers, Klempners, Ofen- und Luftheizungsbauers sowie des Behälter- und Apparatebauers - siehe zudem auch Baulinks-Beitrag „Bilanz 2011 des SHK-Handwerks: viel zu tun, zu wenig Nachwuchs“ vom 12.2.2012.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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