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Lage und Entwicklung im Bauhauptgewerbe im 3. Quartal 2004

  • Starker Genehmigungsrückgang bei Eigenheimen
  • Baunachfrage mit starkem Minus
  • Beschäftigung nur im Jahresverlauf positiv
  • Baustoffpreise ziehen an
  • Zahl der Insolvenzen bleibt hoch

(5.1.2005) Die Baugenehmigungen während des dritten Quartals 2004 blieben bei den neuen Wohngebäuden um nahezu 15% und bei den Nichtwohngebäuden um gut 2% hinter den jeweiligen Vorjahresvolumina zurück. Sowohl in Westdeutschland wie in Ostdeutschland sind die Rückgänge der genehmigten Wohngebäude mit -14% bzw. -18,8% weit stärker als die für Nichtwohngebäude mit -1,2% bzw. -6,3%. Ursächlich hierfür ist die Abnahme der Genehmigungen für Eigenheime.

Die Auftragseingänge waren im Juli geradezu eingebrochen. Während sich für die westdeutschen Betriebe der Abstand zu den Vorjahresgrößen in den Monaten August und September zumindest auf den einstelligen Minusbereich verringerte, dauerte für die ostdeutschen Betriebe die ausgeprägte Nachfrageschwäche auch in diesen beiden Monaten weiter an. Insgesamt lag das neue Auftragsvolumen im dritten Quartal im Westen um 7,5% und im Osten um 15,1% niedriger als im Vorjahresquartal.

Die Beschäftigung nahm im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal auf durchschnittlich 754.000 Personen leicht zu. In den westdeutschen Baubetrieben waren 362.000 Personen und in den ostdeutschen Betrieben 192.000 tätig. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Beschäftigung um 8,9% bzw. 12,2%. Die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter erhöhte sich im Westen um 0,5% und nahm im Osten um 1,2% ab. Die Zahl der offenen Stellen liegt in den alten Ländern mit rund 5.200 und in den neuen Ländern mit 3.800 auf einem äußerst niedrigen Niveau.

Die Baupreise halten sich auf ihrem unbefriedigenden Niveau weitgehend stabil. Die Preise liegen im westdeutschen Straßenbau um 0,8 Prozentpunkte, bei den Rohbauarbeiten im Wohnungsbau um 0,8 Prozentpunkte (alte Länder) bzw. um 0,3 Prozentpunkte (neue Länder) unter dem Niveau des Jahres 2000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Preisniveau für Bürogebäude um 2,2 bis 3,7 Prozentpunkte und für gewerbliche Bauten um 2,9 bis 3,6 Prozentpunkte.

Das Insolvenzrisiko am Bau ist überdurchschnittlich hoch, etwa 2,5% der Bauunternehmen mussten im 1. Halbjahr 2004. Während des dritten Quartals waren im westdeutschen Bauhauptgewerbe 721 Firmenzusammenbrüche (-2%) und im ostdeutschen Bauhauptgewerbe 298 Insolvenzen (+18,3%) zu verzeichnen).

Vierteljährlich erscheint die ZDB-Publikation "Aktuelle Lage und Entwicklung im Bauhauptgewerbe". Sie enthält umfangreiche Informationen über die Baukonjunktur in Text und Grafik. Eine Informationssammlung, die ausführlich die aktuelle Lage am Bau analysiert und die Entwicklung im Bauhauptgewerbe aufzeigt. Wer sich für Baukonjunktur interessiert, findet hier sämtliche relevante Informationen.

Die Broschüre kann von der Homepage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes über Info-Center / Download-Center gedownloadet werden.

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