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SOKA-Bau: „Baukonjunktur weiter schwach“

SOKA-Bau Urlaubsvergütung
  

(7.11.2016) Während der ifo-Geschäftsklimaindex für das Baugewerbe weiterhin auf Höhenflug ist (siehe ifo-Geschäftsklimaindex für September und Oktober), hat die Auswertung der von den Bauunternehmen an die SOKA-Bau übermittelten Beitragsmeldungen ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im September saisonbereinigt um 0,3% gegenüber dem Vormonat gesunken ist. Und auch in den beiden Vormonaten war das Arbeitsvolumen schon gesunken. Ebenso sank die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer weiter - und zwar um 1,5% - während die Bruttolohnsumme um 1,3% zurückging.

Schwaches drittes Quartal, lahme Frühindikatoren

Damit war die Baukonjunktur im gesamten dritten Quartal schwach; u.a. die Zahl der Arbeitsstunden sank gegenüber dem Vorquartal um 0,8%.

Darüber hinaus deuten die Frühindikatoren kurzfristig auf keine Belebung hin. So sind die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im August bereits den dritten Monat in Folge geschrumpft (-2,2%). Die Baugenehmigungen im Hochbau sind im August zwar wieder gestiegen (+8,3% zum Vormonat), liegen aber noch deutlich unter dem Niveau des zweiten Quartals. Allein die Genehmigungszahlen im öffentlichen Hochbau haben sich in den vergangenen Monaten behaupten können. Dieser wird durch höhere Investitionen im sozialen Wohnungsbau gestützt.

Die Rahmenbedingungen für den privaten Wohnungsbau können weiter als positiv bezeichnet werden: die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen und die Zinsen für Hypothekenkredite haben nach Zahlen der Deutschen Bundesbank im September (mal wieder) ein neues Allzeittief markiert. Der Preisanstieg bei Immobilien hat allerdings bereits dazu geführt, dass die Gesamtbelastung der Haushalte beim Immobilienerwerb (das Verhältnis der Annuität eines Hypothekenkredites zum verfügbaren Einkommen der Haushalte) in den vergangenen Monaten gestiegen ist.

Die Stimmung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes hat sich zuletzt weiter aufgehellt, so dass sich auch die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessern. Schließlich erwarten der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 5% gegenüber dem Vorjahr.

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