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ifo-Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe: Geschäftslage auf den niedrigsten Stand seit Januar 2016

(25.10.2022) Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt düster. Der ifo-Ge­schäfts­klimaindex ist geringfügig weiter gesunken, von saisonbereinigt korrigierten 84,4 Punkten im September auf 84,3 Punkte im Oktober. Die Unternehmen waren mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der Ausblick besserte sich hingegen. Trotzdem blicken die Unternehmen sorgenvoll auf die nächsten Monate. Die deutsche Wirtschaft steht vor einem schweren Winter.

Auch im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut verschlechtert. Der Indikator der Geschäftslage fiel auf den niedrigsten Stand seit Januar 2016. Auch der Ausblick trübte sich weiter ein. Der Auftragsbestand war rückläufig - siehe auch Bau­letter-Editorial „Realer Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptgewerbe 2022 stark rückläufig“ vom 25.10.2022.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index ebenfalls erneut gefallen. Dies war auf pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage schätzten sie hingegen etwas besser ein. Die Auftragsbücher sind weiterhin voll, jedoch kommen immer weniger neue Aufträge hinzu. Die Kapazitätsauslastung sank von 85,3 auf 84,6%. Sie liegt damit aber weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt von 83,6%.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima nach dem Absturz im Vormonat leicht erholt. Die Dienstleister waren weniger pessimistisch mit Blick auf die kommenden Monate. Allerdings beurteilten sie die laufenden Geschäfte etwas schlechter.

Im Handel ist der Index gestiegen. Dies war auf leicht bessere Einschätzungen zur aktuellen Lage zurückzuführen. Die Erwartungen bleiben jedoch äußerst düster, insbesondere im Einzelhandel.

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