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ifo Geschäftsklimaindex im September auf breiter Front gefallen

(26.9.2022) Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verschlechtert. So ist der ifo Geschäftsklimaindex im September auf 84,3 Punkte gefallen - nach 88,6 Punkten im August. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2020:

Der Rückgang zieht sich durch alle vier Wirtschaftsbereiche. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage klar schlechter. Auch der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat deutlich zugenommen. Im Einzelhandel fielen die Erwartungen sogar auf ein historisches Tief. Die deutsche Wirtschaft wird demnach in eine Rezession rutschen.

Auch im Bauhauptgewerbe hat der Index merklich nachgegeben. Die Unternehmen waren mit den laufenden Geschäften weniger zufrieden, und die Erwartungen waren pessimistischer als im Vormonat:

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index ebenfalls spürbar gefallen. Die Unternehmen waren nicht nur unzufriedener mit den laufenden Geschäften, sie blicken auch mit großer Sorge auf das nächste halbe Jahr. Die Erwartungen waren zuletzt im April 2020 so pessimistisch. Die Stimmung hat sich in nahezu allen Branchen verschlechtert. Der Auftragsbestand war weiter rückläufig.

Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex abgestürzt. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen deutlich schlechter aus. Die Firmen rechnen zudem mit einer weiteren spürbaren Verschlechterung in den kommenden Monaten. Insbesondere das Gastgewerbe befürchtet schwere Zeiten.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima nochmals verschlechtert. Die Geschäftslage drehte erstmals seit Februar 2021 wieder in den negativen Bereich. Auch der Ausblick verdüsterte sich weiter.

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