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Bauwirtschaft erwartet für 2019 Branchenumsatz von ca. 350 Mrd. Euro

(17.3.2019) Marcus Nachbauer, der neue Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, erklärte anlässlich der IHM in München: „Für die Bundesvereinigung Bauwirtschaft erwarten wir für 2019 einen Umsatz von ca. 350 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 4,2% entspricht. Dieses Wachstum ist allerdings stark preisgetrieben, wofür insbesondere höhere Kosten z.B. für Lohn und Material maßgeblich sind.“

2018 hatten laut Bundesvereinigung Bauwirtschaft die rund 370.000 Mitgliedsbetriebe mit ihren 3,3 Mio. Beschäftigten einen Umsatz von 339,3 Mrd. Euro erzielt, was einem Wachstum gegenüber 2017 von 6,6 % entspricht.

Herr Nachbauer weiter: „Wenngleich die Geschäfte der Mitgliedsunternehmen auf Hochtouren laufen, ist die Erwartungshaltung an die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Jahr zurückhaltender. Neben dem Fachkräftemangel spielen die Sorgen über steigende Rohstoffkosten sowie über die Folgen des Brexits und der Handelskonflikte insbesondere für den Wirtschaftsbau eine wichtige Rolle.“

Bausparten im Einzelnen

Wachstumstreiber in der Bauwirtschaft war und ist vor allem die Neubautätigkeit, für welche insbesondere die Sparte Bauhauptgewerbe (inklusive Garten- und Landschaftsbau) steht. Hier wurde 2018 mit ca. 830.000 Beschäftigten ein Umsatz von 117 Mrd. Euro erzielt (+10,2%). Für 2019 geht die Bundesvereinigung in diesem Segment von einem Umsatz in Höhe von 123 Mrd. Euro aus - was einem Plus von 5,4 % entspräche.

Während das Neubaugeschäft boomt, fiel der Umsatzanstieg in der Sparte Ausbau mit +4 % auf 89,4 Mrd. Euro im vergangenen Jahr deutlich schwächer aus. Für 2019 wird nur ein Wachstum von 3,5% auf 92,4 Mrd. Euro veranschlagt. „Der Sanierungsmarkt, an dem die Unternehmen des Ausbaus besonders partizipieren, weist keine entsprechende Dynamik auf,“ erläuterte Herr Nachbauer.

Die Sparte Gebäudetechnik ist mit ca. 1,6 Mio. Beschäftigten und 133 Mrd. Euro Umsatz in 2018 (+5%) die beschäftigungs- und umsatzstärkste Sparte. 2019 könnte der Umsatz um 3,5% auf ca. 138 Mrd. Euro zulegen.

Aufruf zur Beteiligung an der Euro-Wahl

Der neu Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft nutzte in München die Gelegenheit und rief die Mitglieder der Bundesvereinigung Bauwirtschaft und deren Beschäftigte sowie alle Bundesbürger auf, sich an der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai zu beteiligen: „Diese Wahl ist für die Zukunft Europas entscheidend! Denn Europa ist unsere gemeinsame Zukunft, Europa ist die Lösung und nicht das Problem - trotz aller Kritik im einzelnen, die auch wir haben.“

Gleichzeitig forderte Herr Nachbauer, das Subsidiaritätsprinzip wieder strikter zu beachten: „Jede Initiative der europäischen Institutionen braucht eine vertragliche Grundlage.“ Darüber hinaus plädierte er dafür, die kleinen und mittleren Unternehmen in den Fokus der Politik zu rücken. Dazu gehöre auch, die Meisterqualifikation als Voraussetzung für eine Unternehmensgründung im Baubereich zu erhalten. „Die duale Ausbildung im Handwerk mit der Meisterqualifikation ist als Best-Practice anzusehen.“

Abschließend wies Herr Nachbauer darauf hin, dass sich die Baukonjunktur zwar noch auf einem hohen Niveau bewege, aber erste Wolken am Horizont aufzögen. „Daher gilt es, die investiven Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass das Bau- und Ausbaugewerbe weiter gut zu tun hat. Denn die deutsche Bauwirtschaft ist die Konjunkturlokomotive Nummer Eins.“

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