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ifo-Geschäftsklimaindex fürs Bauhauptgewerbe auf dem niedrigsten Wert seit Mai 2010

(25.4.2022) Die Stimmung in Teilen der deutschen Wirtschaft hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert: Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im April auf 91,8 Punkte gestiegen, nach 90,8 Punkten im März. Dies ist vor allem auf weniger pessimistische Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage bewerteten sie minimal besser. Nach dem ersten Schock über den russischen Angriff zeigt die deutsche Wirtschaft sich resilient.

Gleichwohl ist das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe auf den niedrigsten Wert seit Mai 2010 abgestürzt: Die Unternehmen waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Und ihre Erwartungen waren noch nie so pessimistisch seit der Wiedervereinigung. Insbesondere große Materialengpässe belasten das Geschäft.

Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index dagegen nach dem Absturz im Vormonat wieder zu. Grund war der Anstieg des Erwartungsindikators. Die Unternehmen waren für die kommenden Monate etwas weniger pessimistisch. Mit der aktuellen Lage waren sie hingegen etwas weniger zufrieden. In der chemischen Industrie haben sich jedoch sowohl die Erwartungen als auch die aktuelle Lage verschlechtert.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert. Die Dienstleister waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Insbesondere der Bereich Transport und Logistik konnte sich von dem Einbruch im Vormonat erholen. Im Gastgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima vor dem Hintergrund der sich entspannenden Coronalage deutlich.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindikator weiter gesunken. Dies war auf deutlich schlechtere Einschätzungen zur aktuellen Lage zurückzuführen. Die Erwartungen verbesserten sich leicht, waren jedoch weiterhin sehr pessimistisch.

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